Strandkorbvermieter in Timmendorfer Strand: So hat sich der Urlaub an der Ostsee verändert
Seit 15 Jahren betreibt Marcus Bade seine Strandkorbvermietung. Im Interview erzählt er, was hinter dem Beruf steckt, warum Urlauber kurzfristiger planen und was für ihn einen perfekten Strandtag ausmacht.
Sonne, Strand und das Rauschen des Meeres im Hintergrund: Für Marcus Bade gehört das zum Arbeitsalltag. Er betreibt seit inzwischen 15 Jahren eine Strandkorbvermietung in Timmendorfer Strand. Dass sein Arbeitsplatz direkt an der Ostsee liegt, weiß er zu schätzen. Gleichzeitig betont er, dass hinter dem Geschäft deutlich mehr steckt, als Urlauber am Strand mitbekommen.
Buchführung, Logistik und die Organisation des Betriebs gehören ebenso dazu wie der Kontakt zu den Gästen. Trotzdem steht für Bade fest: „Ich möchte es nicht missen.“
Die Strandkorbvermietung ist bei ihm Familiensache. Schon seine Schwiegereltern waren in der Branche tätig. Heute sind drei Generationen mit dem Betrieb verbunden: die Schwiegereltern, Bade und seine Frau sowie die Kinder.
Urlauber buchen kurzfristiger
In den vergangenen Jahren hat Bade Veränderungen bei den Gästen beobachtet. Viele würden kurzfristiger buchen und stärker darauf achten, wie das Wetter wird. Wer einen Strandkorb miete, wolle schließlich möglichst gute Bedingungen für den eigenen Strandtag haben. Auch der Urlaub insgesamt werde nach seiner Einschätzung spontaner und kürzer. Manche Menschen würden lieber mehrmals im Jahr verreisen, statt einen längeren Urlaub zu planen.
Sein Tipp für den perfekten Strandtag
Wer zum ersten Mal nach Timmendorfer Strand kommt, sollte sich nicht ausschließlich auf die Wetter-App verlassen. Gerade an der Küste könne das Wetter vor Ort anders sein als vorhergesagt. Bade empfiehlt deshalb, einfach einmal aus dem Fenster zu schauen oder bei der örtlichen Tourist-Information nachzufragen. Und was gehört für ihn zu einem perfekten Tag im Strandkorb? „Einfach gute Laune, Sonne, Strand und Meer, dann ist der Tag perfekt.“
Aber auch bei bewölktem Himmel oder einem kurzen Schauer könne sich ein Strandkorb lohnen. Er biete Schutz vor Wind und Wetter und lasse sich deshalb nicht nur bei strahlendem Sonnenschein nutzen.
Timmendorfer Strand bietet mehr als den Strand
Bade empfiehlt Urlaubern, bei ihrem Aufenthalt die gesamte Region zu entdecken. Neben dem Strand und den Parks gebe es an der Promenade viel zu sehen. Im Ortsteil Niendorf biete der Hafen mit seiner Fischerei eine weitere Möglichkeit, die Gegend kennenzulernen.
Auch Ausflüge in die Umgebung lohnten sich. Bade nennt unter anderem Lübeck, Eutin, den Hansa-Park, die Ostsee-Therme, das SEA LIFE Center und den Erdbeerhof als mögliche Ziele. Urlauber müssten schließlich nicht jeden Tag am Strand verbringen, um eine abwechslungsreiche Zeit an der Ostsee zu erleben.
Strandkorb bei Marcus Bade mieten
Wer einen Strandkorb mieten möchte, kann sich direkt vor Ort an Bade oder seine Kollegen wenden. Alternativ sind Buchungen über das Internet oder telefonisch möglich. Für Bade bleibt das Ziel, seinen Gästen einen schönen Tag an der Ostsee zu ermöglichen. Und wenn dann auch noch die Sonne scheint, sind aus seiner Sicht die besten Voraussetzungen für einen gelungenen Strandtag gegeben.
Zum Reinhören: Im Küstenklönschnack von RADIO LÜBECK sprechen wir mit Menschen von der Ostsee, hören ihre Geschichten und erfahren, was unsere Küste so besonders macht. Den Radiobeitrag gibt’s hier zum Nachhören:
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